Österreichs Wirtschaft soll heuer real um 0,8 Prozent (IHS) bzw. 0,9 Prozent (WIFO) wachsen. Die Wirtschaftsforscherinnen und Wirtschaftsforscher des WIFO bestätigten heute die BIP-Prognose für das laufende Jahr, die IHS-Ökonominnen und -Ökonomen erhöhten die Wachstumsaussichten um 0,3 Prozentpunkte.
Die Iran-USA-Verhandlungen über ein dauerhaftes Kriegsende haben zuletzt die Öl- und Spritpreise wieder stark sinken lassen. Die heimische Inflation soll laut den Prognosen heuer 3,0 bzw. 3,2 Prozent betragen.
Iran-Krieg wirkt nach
Der Iran-Krieg wirkt global und in Österreich konjunkturell noch nach: Mit dem Rückgang der Energiepreise werde die Konjunktur ab der zweiten Jahreshälfte wieder an Schwung gewinnen, schreibt das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) in seiner aktuellen Konjunkturprognose.
Das Institut für Höhere Studien (IHS) rechnet im zweiten und dritten Quartal 2026 noch mit einer Stagnation der österreichischen Wirtschaftsleistung, die heimische Wirtschaft soll erst gegen Jahresende wieder Fahrt gewinnen.
2027 Rückgang der Inflation erwartet
Der Iran-Krieg und die gestiegenen Rohöl- und Erdgaspreise haben heuer von März bis Mai die Inflation in Österreich sprunghaft erhöht und die Unternehmens- und Verbraucherstimmung gedämpft. Seit Mitte Mai sinken die Öl- und Spritpreise wieder und näherten sich zuletzt dem Vorkrisenniveau wieder an. Die Institute gehen von einem deutlichen Rückgang der Inflation im kommenden Jahr auf 2,3 Prozent (IHS) bzw. 2,4 Prozent (WIFO) aus.
