„Ich sehe das nicht als Arbeit“ sagt der Kanzler.

Die Pensionskonten sagen etwas anderes!

Liebe Kolleg:innen!

Diese Woche sorgte Bundeskanzler Christian Stocker bei seiner Sommertour in Salzburg für Aufsehen: Auf die Frage einer Besucherin zur Doppelbelastung von Beruf und Kinderbetreuung antwortete er, Kinderbetreuung sei für ihn keine (unbezahlte) Arbeit. Das Publikum reagierte mit Protestrufen, aus der Opposition hagelte es Kritik. Wir hätten dazu eine einfache Frage an den Kanzler: Wer – glaubt er – zahlt eigentlich den Preis dafür?


„Kinderbetreuung würde ich nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich.“ — Bundeskanzler Christian Stocker, 6.8.2026


Frauen haben deutlich weniger auf dem Pensionskonto!

Am 9. August ist heuer Equal Pension Day: der Tag, an dem Männer in Österreich bereits jene Pensionssumme erreicht haben, die Frauen erst bis zum 31. Dezember bekommen. Der Grund dafür beginnt nicht erst im Pensionsalter – er beginnt genau dort, wo der Kanzler diese Woche nichts sehen wollte. Wer jahrelang unbezahlte Kinderbetreuung leistet, arbeitet zwangsläufig seltener Vollzeit, seltener durchgehend, seltener bezahlt. Und wer weniger einzahlt, bekommt am Ende weniger Pension. Kein Zufall, sondern ein System.

Was wir fordern:

  • Umsetzung der Lohntransparenzrichtlinie
  • Ausbau leistbarer Pflege- und Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen
  • Umsetzung der notwendigen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten in allen Bildungs-, Pflege-, und Betreuungseinrichtungen
  • Keine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters
  • Krankheit darf kein Kündigungsgrund sein
  • Bonus- Malussystem gegen Altersdiskriminierung

Care-Arbeit ist Arbeit. Wir werden nicht müde, das zu wiederholen, bis auch im Kanzleramt angekommen ist.

Solidarische Grüße,
Deine FSG in der younion