Kein Budget in Klagenfurt: Kultur protestiert

In Klagenfurt startet das neue Jahr wieder ohne Budget und mit einer Zwölftelregelung. Damit sind die Ausgaben eingefroren, es darf pro Monat nur ein Zwölftel des Vorjahresbudgets ausgegeben werden. Stark betroffen ist die Kulturszene. Die Interessenvertretung der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroska (IG KIKK) rief am Donnerstag zum Protest auf.

Die Kunst- und Kulturszene in Klagenfurt zeigt sich müde, müde von einem weiteren Jahr ohne Budget. Trotz steigender Kosten steht nur ein Zwölftel des Vorjahresbudgets zur Verfügung. Für die freie Szene heißt das vor allem eines: keine Planungssicherheit, sagte Alina Zeichen von der IG KIKK: „Für unseren Arbeitsalltag bedeutet das nicht vorhandene Budget eine psychische Katastrophe. Wir wissen nicht, wie es weiter geht. Und letztendlich hat das auch Nachwirkungen in unserem privaten Leben. Das heißt, wie zahlt man Miete, wie kann man die Kindern ernähren. Das sind massive psychische Belastungen, die erschöpfen.“

Auch wirtschaftlicher Faktor gefährdet

30 Initiativen und Vereine sind allein im Kulturbereich betroffen. Förderzusagen fehlen, Projekte stehen auf der Kippe, Arbeitsplätze sind unsicher. Dabei, so betont die Interessenvertretung, sei Kunst und Kultur nicht nur ein ideeller, sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor für die Stadt.

Eine Konsequenz könnte sein, dass immer mehr Kunst- und Kulturschaffende aufgeben und wegziehen, sagte Zeichen: „Jetzt ist auch Graz ganz groß ein Thema, weil es so nahe ist, oder Villach etcetera. Das heißt, die kulturelle Vielfalt ist in absolut großer Gefahr. Und wenn Veranstaltungen fehlen, fehlen auch Gastronomie und Hotellerie.“

Forderung: „Klagenfurt, mach deinen Job!“

Am Donnerstag machte die Szene ihren Protest sichtbar. Vor dem Klagenfurter Rathaus legten sich die Teilnehmer auf den Boden. Ihre Forderung bleibt dieselbe wie im Vorjahr: „Klagenfurt, mach deinen Job!“

Go back