Kategorie: Allgemein

  • • Einigung bei Familienlastenausgleichsfonds: Mittel aus EU- Fonds

    Nach der Grundsatzeinigung zwischen Bund und Ländern über die Finanzierung der geplanten Senkung der Dienstgeberbeiträge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) um einen Prozentpunkt ab 2028 hat das Finanzministerium gestern nun Details bekanntgegeben.

    Bekannt war bereits, dass die Länder ein Drittel der entstehenden Lücke im FLAF übernehmen (200 Mio.). Diese erhalten die lange geforderten Mittel aus dem EU-Wiederaufbau- und Resilienzplan (RRF) (166 Mio.). Die Einigung sei am Mittwoch „in mehrstündigen Gesprächen“ zwischen Vertretern von Bund, Ländern und Gemeinden erfolgt, hieß es gestern in einer Aussendung aus dem Finanzressort.

    Die ab 2028 geplante Senkung der Lohnnebenkosten umfasse ein Volumen von zwei Mrd. Euro, diese führe zu einem Minus im Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) in Höhe von etwa 600 Mio. Euro. In den Gesprächen einigte man sich darauf, dieses Minus gemeinsam zwischen Bund, Ländern und Gemeinden auszugleichen.

    Finanzministerium: Mehreinnahmen für Gemeinden

    Wie schon zuvor mitgeteilt, beteiligen sich die Länder und Gemeinden mit 200 Mio. Euro pro Jahr an der Finanzierung. Der Bund übernimmt zwei Drittel der Kosten. Bestätigt wurde, dass die Finanzierung nur bis zum Ende der laufenden Finanzausgleichsperiode gilt – also befristet für das Jahr 2028. Eine Weiterführung der Regelung darüber hinaus soll Teil der Verhandlungen zum nächsten Finanzausgleich (ab 2029) sein.

    Festgehalten wurde seitens des Finanzministeriums, dass den Ländern und Gemeinden durch die Maßnahmen im Doppelbudget 2027/2028 Mehreinnahmen zugutekommen. Zudem stellt der Bund den Ländern einen Investitionszweckzuschuss in der Höhe von 166,86 Mio. Euro zur Verfügung. Zur Stärkung der Gemeinden wird noch im Jahr 2026 ein Infrastruktur-Investitionspaket in der Höhe von 30 Mio. Euro auf den Weg gebracht.

    „Schulterschluss zwischen Bund und Ländern“

    Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) sprach von einem „fairen Modell zur Aufteilung der Finanzierung“ der „größten Senkung der Lohnnebenkosten, die es in Österreich je gegeben hat“. Von einem „Schulterschluss zwischen Bund und Ländern“ und einem „wichtigen Signal für den Standort“ sprach Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP). Staatssekretär Josef Schellhorn (NEOS) betonte, man ziehe „an einem Strang“, diesen „gesamtstaatlichen Reformgeist“ brauche es jetzt auch in der „Reformpartnerschaft“.

    Landeshauptleute-Konferenz-Vorsitzender und Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) freute sich über einen „erfolgreichen Abschluss“ der Verhandlungen. Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl (ÖVP) betonte, dass es angesichts der Finanzlage vieler Gemeinden „kein leichter Schritt“ gewesen sei, dass sich auch die Gemeinden beteiligen müssen.

  • • Fünf Volksbegehren liegen zur Unterschrift auf

    Fünf Volksbegehren können seit heute eine Woche lang unterzeichnet werden. Die Initiativen machen sich für unterschiedliche Themen stark: Eine will den Karfreitag als Feiertag verankern, eine andere verlangt die Einführung einer Wahlpflicht für Nationalrats- und Bundespräsidentenwahl.

    Die Sozialdemokratischen Gewerkschafter:innen setzen sich für mehr Personal bei der Polizei ein, eine weitere Initiative für Gratisverhütung. Außerdem soll im Parlament elektronisch abgestimmt werden.

    In puncto Karfreitag zeigte die evangelische Bischöfin Cornelia Richter Verständnis für das grundsätzliche Anliegen des privaten Volksbegehrens, eine offizielle Unterstützung seitens der evangelischen Kirche gibt es aber nicht.

    Eintragungswoche endet am 22. Juni

    Die Eintragungswoche endet am 22. Juni. Erreicht eine Initiative mindestens 100.000 Unterschriften, muss sie im Nationalrat behandelt werden. Unterzeichnet werden können die Volksbegehren in einem beliebigen Eintragungslokal in ganz Österreich und online mittels elektronischer Signatur.

    Eine vor dem Eintragungszeitraum abgegebene Unterstützungserklärung zählt bereits als Stimme für das jeweilige Volksbegehren, eine nochmalige Unterschrift ist dann nicht mehr möglich.

  • • Forderung nach fairen Strukturen auch in Österreich

    Milliardenumsätze für die FIFA, Hürden für Fans und Sportler sowie anhaltende Kritik an Arbeitsbedingungen rund um das Großturnier: Für die younion _ Sportgewerkschaft steht die Weltmeisterschaft 2026 erneut für eine Schieflage zwischen wirtschaftlichen Interessen und sozialer Verantwortung. Die Gewerkschaft fordert faire Bedingungen für alle Beschäftigten rund um die WM sowie bessere arbeits- und sozialrechtliche Standards für Fußballer:innen in Österreich.

    Zu Gast bei Feinden 

    „Bei der Männer-WM scheint alles möglich zu sein. Milliarden an Sponsorengeldern, riesige Marketingkampagnen und Luxusveranstaltungen rund um die Turniere. Gleichzeitig kämpfen viele Spieler:innen abseits der internationalen Topligen um faire Bedingungen, sichere Verträge und finanzielle Stabilität“, so Stefanie Enzinger, Fußballbeauftragte der younion _ Sportgewerkschaft.

    Die FIFA nehme dabei in Kauf, bei autoritären Tendenzen, sozialer Ungleichheit oder problematischen Arbeitsbedingungen wegzusehen, solange die wirtschaftlichen Interessen stimmen. Für die Gewerkschaft stellt sich die WM 2026 in eine Reihe von Großturnieren, die von Berichten über prekäre Arbeitsbedingungen und die Ausbeutung von Beschäftigten zeugen.

    Event für die oberen zehn Prozent 

    Enzinger kritisiert außerdem, dass die Weltmeisterschaft zunehmend nur noch für privilegierte Gruppen zugänglich werde: „Fußball lebt von Vielfalt und internationalem Austausch. Wenn Menschen bei Einreisen wegen ihrer Herkunft, politischen Ansichten oder finanziellen Möglichkeiten ausgeschlossen werden, widerspricht das dem Grundgedanken des Sports.“

    Auch aus österreichischer Sicht beobachtet die Sportgewerkschaft diese Entwicklungen mit Sorge. Viele Fans und Amateurvereine hierzulande würden internationale Turniere als verbindendes Erlebnis sehen. „Sport darf kein Luxusprodukt für die oberen zehn Prozent werden“, betont Thomas Pichlmann, Fußballbeauftragter der younion _ Sportgewerkschaft. Fußball müsse für alle zugänglich bleiben, auf dem Platz ebenso wie auf den Tribünen.

    Langfristige Investitionen 

    Die Sportgewerkschaft verbindet die Debatte rund um die WM daher mit konkreten gewerkschaftlichen Forderungen für den Fußball in Österreich. Dazu zählen faire und transparente Vertragsbedingungen, stärkere soziale Absicherung für Spieler:innen, der Ausbau von Kollektivverträgen im Fußball sowie bessere arbeitsrechtliche Standards, insbesondere für junge Sportler:innen und den semiprofessionellen Bereich.

    Zudem fordert die younion langfristige Investitionen in nachhaltige Strukturen im Fußball statt kurzfristiger Millionenevents. „Es braucht mehr Unterstützung für jene, die den Fußball täglich tragen: Spieler:innen, Vereine, Nachwuchsarbeit und Beschäftigte im Sportbereich“, so Pichlmann.

  • • Aufgaben steigen weiter, aber 45 % der Kommunen schreiben bereits Minus

    Die Städte und Gemeinden mit ihren Beschäftigten werden für die Fehler der vergangenen Bundesregierungen erneut zur Kasse gebeten. Die Einsparungen, die jetzt präsentiert wurden, treffen ausgerechnet jene besonders hart, die das Rückgrat unserer Gesellschaft bilden: die Beschäftigten der Daseinsvorsorge.

    Schon in der Vergangenheit wurden Städten und Gemeinden Geld entzogen, um Steuergeschenke zu verteilen, zum Beispiel für die Abschaffung der kalten Progression. Auch immer mehr Aufgaben haben die vergangenen Bundesregierungen den Städten und Gemeinden übertragen, ohne für die nötige Finanzierung zu sorgen.

    Das hat dazu geführt, dass 45 Prozent der Gemeinden schon heute Minus schreiben, obwohl eigentlich gut gewirtschaftet wurde.

    Weiteres Ausbluten

    Im neuen Budget sind zusätzliche Ausgaben für die Städte und Gemeinden aufgetaucht. Sie müssen, laut Plan, Ausfälle im Familienlastenausgleichsfonds übernehmen, damit die Wirtschaft entlastet wird. Außerdem soll das zweite verpflichtende Kindergartenjahr eingeführt werden.

    Christian Meidlinger, Vorsitzender der younion _ Die Daseinsgewerkschaft: „Das geht sich vorne und hinten nicht aus. Auch die angekündigten erhöhten Ertragssanteile ab 2028 können daran nicht viel ändern. Ausbaden müssen das jetzt die Beschäftigten in den Städten und Gemeinden, dabei arbeiten sie schon jetzt am Limit.“

    Auch für die Bevölkerung wird das finanzielle Aushungern der Kommunen immer deutlicher spürbar. Viele Leistungen der Städte und Gemeinden mussten bereits eingeschränkt, oder ganz gestrichen werden. So sperren Freibäder nicht mehr auf, Straßen werden nicht mehr saniert, oder die Kinderbildung zurückgefahren.

    Personal fehlt

    Da wirkt das angekündigte zweite kostenlose Kindergartenjahr für viele Beschäftigte wie Hohn. Christian Meidlinger: „Selbst wenn es eine Gemeinde schafft, einen neuen Kindergarten zu bauen, fehlt vielen das nötige Personal. Wenn die Rahmenbedingungen jetzt noch schlechter werden, wird es auch kaum kommen.“

    younion _ Die Daseinsgewerkschaft fordert ein Ende der Sparpolitik auf dem Rücken der Städte Gemeinden und ihren Beschäftigten. Wer die Zukunft Österreichs sichern will, muss in die Daseinsvorsorge investieren – und nicht weiter kürzen.

  • • Doris Handler als starke Stimme der FSG-younion Burgenland bestätigt

    Bei der younion-Landeswahl im Burgenland wurde Doris Handler zur FSG-Vorsitzenden gewählt und zugleich als Landesfrauenvorsitzende bestätigt. Die FSG-younion gratuliert herzlich und freut sich gemeinsam mit dem gesamten Team auf die weitere gewerkschaftliche Arbeit für die Beschäftigten im Burgenland.

    Die Wahl steht zugleich für Kontinuität, Stärke und einen klaren sozialdemokratischen Kurs. Die FSG-younion setzt sich konsequent für faire Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und den Ausbau qualitativ hochwertiger öffentlicher Dienstleistungen ein. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen bleibt eine starke Gewerkschaft unverzichtbar – für Sicherheit am Arbeitsplatz, gerechte Entlohnung und den Schutz der kommunalen Daseinsvorsorge. 

    Doris Handler und ihr Team stehen für Zusammenhalt, Solidarität und eine starke Interessenvertretung aller Arbeitnehmer:innen. Besonders die Anliegen von Frauen in der Arbeitswelt sowie faire Chancen und Gleichstellung bleiben zentrale Schwerpunkte der gewerkschaftlichen Arbeit.

    Die Grundwerte der FSG-younion zeigen klar: Öffentliche Dienste und kommunale Leistungen sind tragende Säulen einer solidarischen Gesellschaft und wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt. Gerade die Mitarbeiter:innen in Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen leisten tagtäglich unverzichtbare Arbeit für die Bevölkerung. 

    Mit neuer Kraft und Geschlossenheit wird die FSG-younion Burgenland diesen Weg weitergehen. Gemeinsam bleibt das Ziel klar: starke Arbeitnehmer:innenrechte, moderne öffentliche Dienstleistungen und beste Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten im Burgenland.

  • • AK fordert klare Gesetze für Arbeit bei Hitze

    Die Arbeiterkammer (AK) Wien fordert verbindliche gesetzliche Grenzen für die Arbeit bei Hitze. Am Montag präsentierten die AK und die Medizinische Universität Wien eine Studie, die medizinische Richtwerte für maximale Arbeitszeiten und Pausen liefern soll.

    Die Lufttemperatur allein sei als Maßstab unzureichend. „Hitzestress ist kein Spaß, aber nach wie vor aus meiner Sicht extrem unterschätzt“, sagte Hans-Peter Hutter, Umweltmediziner an der MedUni Wien. Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und die konkrete körperliche Belastung durch die Arbeit müssten zwingend berücksichtigt werden.

    Unfallrisiko steigt bei Hitze deutlich

    Die vorgelegte Studie basiert auf über 17.000 Einzelberechnungen und verknüpft die Hitzewarnstufen der GeoSphere Austria mit der jeweiligen physischen Belastung. Das daraus abgeleitete Modell zeigt auf, wie lange unter bestimmten klimatischen Bedingungen noch sicher gearbeitet werden kann und wann zwingend Abkühlphasen notwendig sind.

    Ab einer Körperkerntemperatur von 38,5 Grad müsse die Arbeit ohne Ausnahme sofort abgebrochen werden, erklärte der Mediziner. Bereits ab 27 Grad Lufttemperatur sinke die geistige Leistungsfähigkeit, ab 30 Grad steige zudem das Unfallrisiko um sieben Prozent.

    Gesetzlich verankerte Belastungsgrenzen

    Ines Stilling, Bereichsleiterin Soziales der AK Wien, forderte auf Basis dieser Erkenntnisse gesetzlich verankerte Belastungsgrenzen, die bei Gesundheitsgefährdung auch zu echtem „Hitzefrei“ führen, also zwingenden Pausen zur Abkühlung. Zudem seien verbindliche Regeln für Arbeitsräume in Gebäuden notwendig.

    „Wir haben jetzt sehr oft über Baustellen gesprochen, aber wir wissen: Ganz, ganz viele Menschen arbeiten in Büros, in Fabrikshallen und in anderen Räumlichkeiten, wo es durchaus auch zu extremen Hitzebelastungen kommt“, sagte Stilling. Bisher greife die seit Jahresbeginn geltende Hitzeschutzverordnung vor allem bei Tätigkeiten im Freien.

    Strengere Kontrollen durch Arbeitsinspektion gefordert

    Stilling verlangte ferner den verpflichtenden Einsatz von wissenschaftlichen Messinstrumenten in den Betrieben sowie strengere Kontrollen durch die Arbeitsinspektion. Das sei auch notwendig, um den UV-bedingten weißen Hautkrebs, von dem im ersten Jahr der Anerkennung als Berufskrankheit bereits 51 Fälle gemeldet wurden, besser präventiv zu bekämpfen. Beschäftigte würden sich zwar zur Arbeitsleistung verpflichten, so Stilling: „Aber sie verpflichten sich nicht dazu, ihren Arbeitgebern ihre Gesundheit zu opfern.“

    Unterstützung für den Vorstoß kam vom Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB). Anlässlich des Hitzeaktionstags verwies Dinah Djalinous-Glatz, Expertin für Arbeitnehmerschutz, auf eine zunehmende Hitzebelastung in Innenräumen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen und Werkshallen. Was für Arbeiten im Freien gelte, müsse künftig auch für Innenräume gelten, so die Gewerkschaft. Der ÖGB startete dazu eine branchenübergreifende Onlineumfrage zur aktuellen Hitzebelastung am Arbeitsplatz.

  • • FSG in der AK Wien: Bildung als Schlüssel für Demokratie, Teilhabe und gute Arbeit

    19 Anträge bei der 185. Vollversammlung – Schwerpunkt Bildung von der Elementarpädagogik bis zur Arbeitswelt

    Wien (OTS) – „Fairness in der Arbeitswelt und ein gutes Leben für alle – dafür stehen wir als Sozialdemokratische Gewerkschafter:innen (FSG) in der AK Wien mit voller Überzeugung“, betont Erich Kniezanrek, Fraktionsvorsitzender der FSG in der AK Wien, anlässlich der 185. Vollversammlung. „Gerade in Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen braucht es einen klaren Blick auf die Lebensrealitäten der Arbeitnehmer:innen. Bildung ist dabei der Schlüssel für Chancengerechtigkeit, soziale Sicherheit und aktive demokratische Teilhabe – und zwar von Anfang an.“

    Im Mittelpunkt der 185. Vollversammlung steht daher das Schwerpunktthema Bildung, das sich wie ein roter Faden durch zahlreiche Anträge sowie einen umfassenden Leitantrag zieht. Die FSG in der AK Wien setzt dabei auf einen ganzheitlichen Ansatz: von einer massiven Stärkung der Elementarpädagogik über mehr Bildungsgerechtigkeit im Schulwesen bis hin zur Weiterentwicklung der dualen Ausbildung und der Lehrabschlussprüfung. „Bildung endet nicht im Klassenzimmer. Sie bedeutet auch, kritisch zu denken, sich einzubringen und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Das ist essenziell für eine lebendige Demokratie“, unterstreicht Kniezanrek.

    Aktive Arbeitsmarktpolitik stärken, Betriebe stärker in die Verantwortung nehmen

    Die FSG in der AK Wien macht deutlich: Bildung und Arbeitsmarkt sind untrennbar miteinander verbunden. „Gute Bildung entscheidet über faire Chancen im Berufsleben. Deshalb braucht es neben einer modernen Bildungspolitik auch eine starke und aktive Arbeitsmarktpolitik“, so Kniezanrek. Die FSG in der AK Wien spricht sich entschieden gegen Kürzungen in diesem Bereich aus und fordert stattdessen gezielte Investitionen in Qualifizierung und Weiterbildung. Ein weiterer zentraler Punkt ist der verantwortungsvolle Umgang mit Beschäftigten: Die Praxis des sogenannten „Zwischenparkens“ beim AMS (Arbeitsmarktservice) verursacht nicht nur erhebliche Kosten, sondern belastet auch die Betroffenen. Hier fordert die FSG in der AK Wien klare Maßnahmen und mehr Verantwortung seitens der Betriebe.

    Breites Themenspektrum: 19 Anträge für ein gerechtes Wien

    Mit insgesamt 19 Anträgen deckt die FSG in der AK Wien ein breites Spektrum an arbeits- und gesellschaftspolitischen Themen ab. Dazu zählen unter anderem eine Kindergrundsicherung, verbesserter Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Maßnahmen zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen, die langfristige Stärkung von Pflege und Sozialbetreuung sowie eine gerechtere Verteilung von Vermögen durch eine Millionenerbschafts- und Schenkungssteuer. „Wir vertreten die Interessen der Arbeitnehmer:innen mit Nachdruck – in der Sozialpartnerschaft ebenso wie in der politischen Gestaltung. Unser Anspruch ist klar: Niemand darf zurückgelassen werden. Dafür setzen wir uns ein – solidarisch, demokratisch und mit konkreten Lösungen“, so Kniezanrek abschließend.

  • • Bernhard Stoik neuer younion-FSG-Landesvorsitzender in Wien

    Bei der Wiener Landesvorstandssitzung der younion-FSG am 22.5.2026 wurden personelle Weichen gestellt.

    Bernhard Stoik wurde mit 95 % der Stimmen als neuer geschäftsführender FSG-Landesvorsitzender in Wien gewählt. Seine Funktion beginnt am 1.9.2026. Er folgt auf Christian Meidlinger, der weiterhin younion-FSG-Bundesvorsitzender bleibt und im Herbst mit seinem Team zur Wiederwahl antritt.

    Bernhard Stoik bleibt weiterhin hauptverantwortlich für Kollektivverträge und Besoldungsentwicklung in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

    younion-FSG-Bundesgeschäftsführer Erich Kniezanrek: „Ich gratuliere Bernhard sehr herzlich zur Wahl. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass rechtzeitiger Wissenstransfer für uns nicht nur eine Phrase ist. Was wir von den Dienstgeber:innen einfordern, leben wir auch vor. Die younion-FSG ist eine starke Gemeinschaft, die sich mit Erfahrung und Ideen den Problemen von heute und morgen stellt.“

  • • Finanzielles Aushungern der Gemeinden muss enden!

    Die Grundsteuer in Österreich ist seit Jahrzehnten nicht mehr angepasst worden – und das hat Folgen: Viele Gemeinden kämpfen mit knappen Budgets, während wichtige Investitionen in Schulen, Kindergärten, Kultur und Sport auf der Strecke bleiben.

    younion _ Die Daseinsgewerkschaft spricht sich klar für eine faire Erhöhung der Grundsteuer aus. Denn: Wer von Grund und Boden profitiert, soll auch einen gerechten Beitrag für das Gemeinwohl leisten.

    „Unsere Mitglieder erleben täglich, wie schwierig es ist, mit immer weniger Mitteln immer mehr leisten zu müssen. Die Grundsteuer ist ein wichtiger Hebel, um die Finanzierung der Daseinsvorsorge langfristig abzusichern“, betont Christian Meidlinger, Vorsitzender der younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

    Die Gewerkschaft fordert, dass die Mehreinnahmen gezielt in die Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen fließen – etwa in die Sanierung von Schulen, den Ausbau von Kultur- und Sporteinrichtungen und die Stärkung sozialer Angebote. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die Erhöhung sozial verträglich gestaltet wird und kleine Haushalte nicht überfordert.

    „Fast die Hälfte der Gemeinden schreibt zurzeit ein Minus. Das liegt nicht am schlechten Wirtschaften, sondern an Machtspielen der Länder. Sie wollen die Gemeinden finanziell abhängig halten, damit sie ihren Einfluss nicht verlieren. Dieses finanzielle Aushungern bekommen die Bürgerinnen und Bürger aber immer mehr zu spüren. Was es jetzt braucht, sind starke Gemeinden mit einer soliden finanziellen Basis. Nur so können sie auch in Zukunft ein gutes Leben für alle sichern“, so Meidlinger abschließend.

  • • FSG-younion ad 1. Mai: Gemeinsam für das, was zählt – Steuergerechtigkeit jetzt!

    Forderung nach Millionärssteuer, Erbschaftssteuer für Millionäre und Reform der Grundsteuer – für mehr Gerechtigkeit

    Anlässlich des 1. Mai, des internationalen Tags der Arbeit, setzt die FSG-younion – die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter:innen in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft – ein klares Zeichen für soziale Gerechtigkeit und eine faire Finanzierung des Gemeinwohls. Unter dem Motto „Gemeinsam für das, was zählt – am 1. Mai!“ fordert die FSG-younion eine Millionärssteuer, eine Erbschaftssteuer für Millionäre sowie eine umfassende Reformierung der Grundsteuer.

    Während Arbeitnehmer:innen tagtäglich Verantwortung übernehmen und ihren Beitrag leisten, befinden wir uns in einer Schieflage, wenn es um Steuergerechtigekeit bei Millionäre geht. Gleichzeitig geraten öffentliche Dienstleistungen – vom Gesundheitsbereich über Pflege und Bildung bis hin zu kommunaler Infrastruktur – immer stärker unter Druck. Das gefährdet nicht nur die Qualität der Leistungen, sondern auch die Arbeitsbedingungen hunderttausender Beschäftigter im öffentlichen und gemeinwohlorientierten Bereich.

    Vorsitzender der FSG-younion, Christian Meidlinger, betont:
    „Der 1. Mai steht für Zusammenhalt und Solidarität. Wer Millionen besitzt, muss mehr beitragen – damit Arbeit gerecht entlohnt und die Daseinsvorsorge gesichert bleibt.“

    Eine gerechte Vermögensbesteuerung für Millionäre ist auch entscheidend für die Handlungsfähigkeit der Gemeinden. Bundesgeschäftsführer der FSG-younion, Erich Kniezanrek, hält fest:
    „Städte und Gemeinden tragen die Hauptlast öffentlicher Leistungen. Ohne neue, faire Einnahmequellen wird es immer schwieriger, diese Aufgaben zu erfüllen. Das ist keine gelebte Solidarität.“

    Ein zentraler Hebel dabei ist die Besteuerung großer Vermögensübertragungen.
    „Erbschaften zementieren Ungleichheit über Generationen hinweg – besonders zulasten von Frauen, die ohnehin häufiger von geringeren Einkommen und Pensionen betroffen sind. Eine Erbschaftssteuer für Millionäre ist ein wichtiger Schritt zu mehr Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit“, unterstreicht geschäftsführende FSG-younion Bundesfrauenvorsitzende Sabine Slimar Weißmann.

    Auch aus Sicht der Jugend ist die Frage der Steuergerechtigkeit eine entscheidende Zukunftsfrage. „Junge Menschen brauchen starke öffentliche Leistungen und Perspektiven. Dafür müssen auch die Millionäre endlich ihren gerechten Beitrag leisten“, betont Vorsitzende der FSG YOUNG younion Sarah Popernitsch.

    Ergänzend dazu fordert die FSG-younion eine zeitgemäße Reform der Grundsteuer. Seit Jahrzehnten nicht angepasst, spiegelt sie reale Vermögensverhältnisse nicht mehr wider und lässt wichtige Einnahmen ungenutzt, die dringend für Investitionen in Wohnen, Klimaschutz und Infrastruktur benötigt werden.

    Die FSG-younion bekräftigt am 1. Mai ihre Haltung: Gute Arbeit, soziale Sicherheit und hochwertige öffentliche Dienstleistungen brauchen eine faire Finanzierung. „Gemeinsam für das, was zählt – das heißt heute mehr denn je: Steuergerechtigkeit schaffen, Solidarität leben und den sozialen Zusammenhalt stärken“, so Meidlinger, Kniezanrek, Slimar-Weißmann und Popernitsch unisono abschließend.