• Erinnerung an Widerstand auf Heldenplatz

Mit einer Gedenkfeier auf dem Heldenplatz wird heute an den militärischen Widerstand gegen das NS-Regime erinnert. Auf dem Programm stehen ein Festakt, eine Diskussionsrunde und kostenlose Führungen.

Anlass der Feier ist der Gedenktag für den militärischen Widerstand einen Tag darauf, am 8. August. Er wurde 2025 von der Militärhistorischen Denkmalkommission eingeführt und erinnert an die Hinrichtung des österreichischen Widerstandskämpfers Oberstleutnant Robert Bernardis am 8. August 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee. Bernardis war an dem gescheiterten Stauffenberg-Attentat an Adolf Hitler beteiligt gewesen.

Festakt am Heldenplatz

Den Auftakt bildet um 11.30 Uhr ein Festakt am Heldenplatz. Es sprechen unter anderem Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) und der Historiker Peter Steinbach, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

Zudem lesen fünf Grundwehrdiener und Ingeborg Heidlberger, Enkelin von Robert Bernardis, aus Briefen von Widerstandskämpfern – musikalisch begleitet von der Militärmusik Niederösterreich. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

Diskussion über militärischen Widerstand

Am Nachmittag, um 14.00 Uhr, findet im Weltmuseum Wien eine Diskussion mit Expertinnen und Experten über das Thema „Was gilt als militärischer Widerstand?“ statt. Zu den Teilnehmenden zählen unter anderem General Bruno Hofbauer, Historikerinnen und Historiker sowie Vertreterinnen und Vertreter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW). Dabei beleuchten sie historische und koloniale Perspektiven auf den Begriff des militärischen Widerstands. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.

Kostenlose Führungen im Burgtor

Ab 16.00 Uhr werden außerdem zwei Stunden lang kostenlose Führungen durch das Kulturvermittlungsteam des Heeresgeschichtlichen Museums im Äußeren Burgtor angeboten. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte des Heldendenkmals, dessen nationalsozialistische Überformung sowie der Wandel der österreichischen Erinnerungskultur. Hier ist eine Teilnahme ohne Anmeldung möglich.

Auch am Gedenktag selbst, also am 8. August, finden öffentliche Führungen bei freiem Eintritt statt: Von 10.00 bis 15.00 Uhr werden wie bereits am Vortag Führungen im Äußeren Burgtor mit der HGM-Kulturvermittlung angeboten. Zudem bietet eine Überblicksführung von 11.00 bis 12.30 Uhr Einblicke in die Sammlung des Heeresgeschichtlichen Museums. Auch hier ist keine Vorabregistrierung notwendig.