• AK fordert Preisdeckel für Heizpellets

Weil die Preise für Heizpellets innerhalb eines Jahres um ein Drittel gestiegen sind, fordert die Arbeiterkammer Salzburg nun einen Preisdeckel für Pellets. Diverse geopolitische Konflikte dürften die Preise weiter in die Höhe treiben, so die Prognose der AK.

Die Kostenzunahme bei Heizpellets fällt sogar stärker aus als beim Heizöl, das im Zuge des Iran-Krieges ebenfalls empfindlich teurer wurde. Eine Tonne Pellets kostet aktuell mehr als 400 Euro. Die Branche betont dabei aber, dass man auf die Heizleistung achten müsse. Laut dem Verband der Pelletswirtschaft Österreich „Pro Pellets Austria“ kostet die Kilowattstunde bei einer Pelletsheizung rund acht Cent. Bei Öl sind es rund 16 Cent, bei Gas liegen die Kosten bei 17 Cent. Pellets seien laut der Branche immer noch der günstigste

Eder: „Rohstoff in ausreichender Menge vorhanden“

Ein Grund für die gestiegenen Pelletspreise sei laut Branche der an sich knappe Rohstoff. Dem widerspricht Arbeiterkammer-Präsident und SPÖ-Chef, Peter Eder: „Es gibt keine nachvollziehbaren Gründe für diesen enormen Preisanstieg. Der heimische Rohstoff ist weiterhin in ausreichender Menge vorhanden. Die Anbieter nutzen lediglich ihre Marktmacht, um ihre Gewinne auf Kosten der Konsumentinnen und Konsumenten zu maximieren“, so Eder.

Preisdeckel und Exportkontrollen gefordert

Eder fordert die Bundespolitik dazu auf, einen Preisdeckel für Pellets festzulegen sowie Exportkontrollen zu verhängen. Denn Anbieter würden Mengen, die im Oktober hierzulande nicht abgefragt werden, ins Ausland exportieren. Die Pellets würden dann am österreichischen Markt fehlen, was bei einem langen und kalten Winter für zusätzliche Preissteigerungen sorgen würde, prophezeit Eder.